Finanzamt-Zeitleiste – Chronologie der für die Steuererklärungen relevanten Ereignisse (2023–2026)

Dieser Beitrag enthält eine chronologische Übersicht der Kommunikation mit den deutschen Finanzbehörden (Finanzamt). Die Ereignisse betreffen drei unterschiedliche Behörden in zwei Bundesländern:

  • Finanzamt Heilbronn: 20.07.2023 – 03.10.2024
  • Finanzamt Mühldorf am Inn: 08.02.2024 – 28.03.2024
  • Finanzamt Eggenfelden: ab 22.01.2026

Der Mühldorf-Strang bezieht sich ausschließlich auf die steuerlichen Angelegenheiten des Unternehmens, während die übrigen Ereignisse die Einkommensteuer betreffen. Ziel dieses Beitrags ist die rein chronologische Darstellung der Ereignisse – ohne zusätzliche Interpretation oder Bewertung.

Zeitlinie Finanzamt – chronologische Übersicht

20.07.2023 – Finanzamt Heilbronn

Aktenzeichen (Übermittlungs-ID): 6509:2108418

Ich habe versucht, über das offizielle Online-Portal Kontakt mit dem Finanzamt Heilbronn aufzunehmen. Ziel war es, einen Termin zu vereinbaren und Informationen zu den steuerlichen Folgen der Scheidung zu erhalten. Der Eingang wurde bestätigt, eine Antwort erfolgte jedoch nicht.

31.12.2023 – Finanzamt Heilbronn

Aktenzeichen (Übermittlungs-ID): 6509:2479058

Da ich auf meine vorherige Anfrage keine Antwort erhalten hatte, stellte ich erneut eine Anfrage über das Online-Portal. Auch hier bat ich um Informationen zu steuerlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Scheidung und einem möglichen Umzug. Auch diese Anfrage blieb unbeantwortet.

15.01.2024 – Finanzamt Heilbronn

Ich suchte das Finanzamt Heilbronn persönlich auf. Vor Ort wurde mir mitgeteilt, dass nach dem Umzug das Finanzamt Eggenfelden zuständig sei und die weitere Kommunikation dort erfolgen müsse.

05.02.2024 – Finanzamt Heilbronn

Ich reichte zwei Schreiben ein. Darin wies ich darauf hin, dass seit 2021 keine Steuererklärungen abgegeben wurden und dass möglicherweise steuerliche Unregelmäßigkeiten in meinem Namen erfolgt sind. Ich bat um Unterstützung bei der Klärung der Situation.

Später stellte sich heraus, dass diese Unterlagen an die Staatsanwaltschaft Heilbronn weitergeleitet wurden.

08.02.2024 – Finanzamt Eggenfelden / Mühldorf am Inn

Im Januar 2024 erstellte der Steuerberater die Unternehmenssteuererklärung für 2021. Gleichzeitig wurden die zuvor beim Finanzamt Heilbronn eingereichten Unterlagen auch dem zuständigen Finanzamt Eggenfelden übermittelt. Der unternehmensbezogene Teil wurde von dort an das Finanzamt Mühldorf am Inn weitergeleitet.

29.02.2024 – Finanzamt Mühldorf am Inn

Aktenzeichen: 141 / 142 / 40185 K15

Die Behörde bestätigte den Eingang der Unterlagen und stellte klar, dass sich das Verfahren ausschließlich auf die Unternehmenssteuer bezieht. Gleichzeitig wurde eine Frist zur Einreichung der Steuererklärungen für 2022 gesetzt, die später mit Unterstützung eines Steuerberaters erfüllt wurde.

15.03.2024 – Parallele Gerichtsverfahren, wie sie in der Zeitleiste der Gerichtsverfahren dargestellt werden

  • Amtsgericht Heilbronn – 2 F 208/24: Im Verfahren zur Aufhebung des gemeinsamen Sorgerechts stellte das Gericht fest, dass das Trennungsjahr nicht erfüllt sei. Diese Feststellung wirkte sich später unmittelbar auf meinen am 27.07.2023 eingereichten Scheidungsantrag (Az.: 2 F 1678/23) aus, den ich daraufhin zurücknehmen musste. Die Entscheidung des Amtsgerichts Heilbronn hatte später unmittelbare Auswirkungen auf die steuerlichen Verfahren und die Frage der Einkommensteuererklärungen.
  • Amtsgericht Heilbronn – 2 F 2624/23: Verhandlung in dem zuvor eingeleiteten Verfahren im Zusammenhang mit einem Messerangriff.
  • Arbeitsgericht Passau – 4 Ca 137/24

28.03.2024 – Finanzamt Mühldorf am Inn

Ich reichte eine ausführliche Stellungnahme ein, in der ich meine Wohn-, Finanz- und Unternehmenssituation darlegte und darauf hinwies, dass mir wesentliche Daten und Unterlagen nicht zur Verfügung stehen. Ich bat erneut um Unterstützung bei der Klärung der steuerlichen Verpflichtungen.

  • 02.04.2024 – Ich begann mit den Vorbereitungen für den Verzicht auf die deutsche Staatsangehörigkeit. Die Geschichte dieses Verfahrens kann hier nachgelesen werden: Verzicht auf die deutsche Staatsangehörigkeit.
  • 31.05.2024 – Amtsgericht Heilbronn – 12 XVII 590/24: Ein Betreuungsverfahren wurde eingeleitet. Das Verfahren wurde später aus Zuständigkeitsgründen an das Amtsgericht Eggenfelden abgegeben, das es im Oktober abschloss.

06.07.2024 – Finanzamt Heilbronn

Aktenzeichen (Übermittlungs-ID): 6509:2843133

Ich stellte eine weitere Anfrage und wies darauf hin, dass die steuerliche Situation weiterhin ungeklärt ist. Erneut bat ich um konkrete Handlungshinweise.

08.07.2024 – Finanzamt Heilbronn

Aktenzeichen: 65854/91843 SG 13/03

Das Finanzamt verlängerte die Abgabefrist (neue Frist: 30.09.2024) und forderte Angaben zur Trennung sowie zu den Wohnsitzen an. Auf das Problem des fehlenden Datenzugangs wurde nicht eingegangen.

10.07.2024 – Finanzamt Heilbronn

Es fand ein telefonisches Gespräch statt. Ich bat darum, die Inhalte schriftlich zu bestätigen, was per E-Mail erfolgte.

16.07.2024 Staatsanwaltschaft Heilbronn – das Verfahren wurde auf Grundlage meiner Unterlagen abgelehnt (Az.: 553 Js 21754/24). Die Entscheidung wurde am 01.07.2024 getroffen.

31.07.2024 – Unternehmenssteuer (Mühldorf)

Aktenzeichen: 141 / 142 / 40185 K15

Die Steuererklärung für 2022 wurde mit Unterstützung eines Steuerberaters eingereicht und abgeschlossen.

14.09.2024 – Finanzamt Heilbronn

Aktenzeichen: 65854/91843 SG 13/03

Ein offizielles Schreiben wurde nicht an meine Adresse zugestellt, sondern an eine andere Person mit gleichem Namen. Der Brief wurde bereits geöffnet übergeben. Der Inhalt betraf Steuerformulare für die Jahre 2021–2023 mit Aufforderung zur Abgabe.

Brief irrtümlich geöffnet - Zeitlinie Finanzamt 14.09.

03.10.2024 – Finanzamt Heilbronn

Übermittlungs-ID: 6509:3018622

Ich reagierte schriftlich und wies auf die Zustellproblematik hin. Gleichzeitig bat ich um erneute Bereitstellung der Unterlagen und Terminvereinbarung.

  • 21.10.2024 Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart 25 Zs 1193/24: die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart hat die am 28.07.2024 eingelegte Beschwerde zurückgewiesen und die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Heilbronn vom 01.07.2024 (Az.: 553 Js 21754/24) bestätigt. Die Behörde stellte fest, dass keine ausreichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für die Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens vorliegen. Damit wurde dieses Stadium des staatsanwaltschaftlichen Verfahrens abgeschlossen.
  • 12.12.2024 Amtsgericht Landshut – HRB 12379 (Fall 2): Im Zusammenhang mit dem Unternehmen wurde ein Verfahren zur Bestellung eines Notgeschäftsführers eingeleitet.

22.01.2026 – Finanzamt Eggenfelden

Aktenzeichen: 113 / 725 / 05178 UE03c

Zwei Schreiben gingen ein:

  • Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärungen 2021–2024
  • Androhung von Zwangsgeld

23.02.2026 – Finanzamt Eggenfelden

Aktenzeichen: 113 / 725 / 05178 UE03c

Ich reagierte schriftlich, verwies auf laufende Gerichtsverfahren und bat um Herausgabe der notwendigen Daten.

Ich habe darauf hingewiesen, dass die Frage der Trennung vom Amtsgericht Heilbronn in der Verhandlung am 15.03.2024 geprüft wurde und festgestellt wurde, dass das Trennungsjahr nicht vorliegt, weshalb ich den Scheidungsantrag später zurückziehen musste.

13.03.2026 – Finanzamt Eggenfelden

Aktenzeichen: 113 / 725 / 05178 UE03c

Die Aufforderung wurde aufrechterhalten.

31.03.2026 – Finanzamt Eggenfelden

In einer weiteren schriftlichen Stellungnahme präzisierte ich den Zeitpunkt der Trennung, erklärte, dass ich keine Steuererklärungen unterschrieben habe und einer gemeinsamen Veranlagung nicht zugestimmt habe, und wies erneut auf den fehlenden Zugang zu den erforderlichen Daten hin.

07.04.2026 – Finanzamt Eggenfelden

Aktenzeichen: 113 / 725 / 05232 UE03c
Hinweis: Dieses Schreiben erhielt im Vergleich zu den vorherigen Schreiben ein abweichendes Aktenzeichen.

In ihrer Antwort teilte das Finanzamt mit, dass eine gemeinsame Veranlagung nicht möglich ist und die Abgabe einer Einzelveranlagung verpflichtend ist. Es setzte eine neue Frist (29.04.2026) und hielt zugleich die Möglichkeit der Festsetzung eines Zwangsgeldes aufrecht.

22.04.2026 – Finanzamt Eggenfelden

Ich reagierte schriftlich auf das Schreiben. Ich teilte mit, dass ich nicht über die erforderliche fachliche Qualifikation zur Erstellung der Steuererklärungen verfüge und dass ich mehrfach versucht habe, rechtliche sowie steuerliche Beratung in Anspruch zu nehmen – jedoch ohne Erfolg. Ich bat um eine Verlängerung der Frist sowie um die Zusammenarbeit der Behörde. Für die Einkommensteuer übermittelte ich die entsprechenden Einkommensnachweise. Zudem bat ich um Mitteilung, welche weiteren Unterlagen benötigt werden, und ersuchte das Finanzamt erneut um Unterstützung bei der Erstellung der Steuererklärungen.

24.04.2026 – Finanzamt Eggenfelden

Aktenzeichen: 113 / 725 / 05178 UE03c

In dem später erhaltenen Schreiben vom 30.04.2024 (vor meinem Brief vom 28.04.2026) übermittelte das Finanzamt die Steuerformulare für die Jahre 2021–2024 und wies darauf hin, dass die auszufüllenden Felder bereits markiert wurden. Zudem wurde in diesem Schreiben eine persönliche Vorsprache empfohlen und eine neue Abgabefrist festgelegt: 26.05.2026.

28.04.2026 – Finanzamt Eggenfelden

Vor Ablauf der Frist, jedoch noch vor Erhalt des Schreibens des Finanzamts, teilte ich erneut schriftlich mit, dass ich mangels fachlicher Unterstützung sowie aufgrund des fehlenden Zugangs zu den erforderlichen Daten objektiv nicht in der Lage bin, die Steuererklärungen für die Jahre 2021–2024 zu erstellen. Ich verwies dabei auf die parallel laufenden Gerichtsverfahren, die erfolglose Suche nach anwaltlicher und steuerlicher Unterstützung und bat das Finanzamt um konkrete Anleitung, wie ich meinen gesetzlichen Verpflichtungen rechtmäßig nachkommen kann.

Anmerkungen: parallel verlaufende Verfahren

Die dargestellten Abläufe werfen die Frage auf, ob hinter den scheinbar voneinander unabhängigen Verfahren tiefere, strukturelle Zusammenhänge bestehen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass auch in anderen, persönlich betroffenen Bereichen – etwa in wirtschaftlichen und forschungsbezogenen Zusammenhängen – ähnliche Muster erkennbar sind. Diese Zusammenhänge werden in diesem Beitrag nicht weiter ausgeführt, sondern in späteren Analysen gesondert behandelt.

Die Zeitlinie zeigt, dass es sich nicht um ein einheitlich geführtes Verfahren handelt, sondern um mehrere parallel laufende Prozesse.

Die beteiligten Behörden übernahmen dabei unterschiedliche Rollen:

  • Finanzamt Heilbronn leitete Vorgänge weiter
  • Finanzamt Mühldorf verarbeitete und übermittelte Unterlagen
  • Finanzamt Eggenfelden setzte konkrete Verpflichtungen durch

Gleichzeitig traten mehrere Unstimmigkeiten auf:

  • unterschiedliche Aktenzeichen im selben Zusammenhang
  • widersprüchliche Aussagen
  • fehlender Zugang zu notwendigen Daten
  • wiederholt geänderte Fristen
  • mangelnde Nachvollziehbarkeit der Bearbeitung

Während des gesamten Zeitraums habe ich wiederholt versucht, mit den Behörden zu kooperieren und Unterstützung zu erhalten.

Diese Anfragen blieben entweder unbeantwortet oder führten nicht zu einer praktischen Lösung.

In der Folge entstanden innerhalb desselben Zeitraums mehrere miteinander verknüpfte Verpflichtungen in unterschiedlichen Verfahren, ohne dass die notwendigen Voraussetzungen zu deren Erfüllung gegeben waren.

Abschlussblock: Ereignisse in Zeitleisten – Warum wurde die Erstellung von Zeitleisten notwendig?

Dieser Beitrag ist Teil der Kategorie Zeitleiste.

Ziel der Zeitleisten-Beiträge ist es, verschiedene behördliche Verfahren, amtliche Angelegenheiten, Gerichtsverfahren und andere Ereignisse auch in ihrer zeitlichen Reihenfolge nachvollziehbar zu machen. Viele dieser Vorgänge betreffen mehrere Behörden, mehrere Verfahren und teilweise auch mehrere Länder. Daher ist es besonders wichtig, die parallel verlaufenden Ereignisse in ihrem zeitlichen Zusammenhang betrachten zu können.

In der Kategorie Zeitleiste werden die Ereignisse thematisch in separaten Beiträgen dokumentiert. Derzeit finden sich dort unter anderem Zeitleisten zu folgenden Bereichen:

  • Gerichtsverfahren,
  • Strafanzeigen und behördliche Verfahren,
  • amtliche Anfragen und Korrespondenz:
    • Steuerangelegenheiten (Finanzamt),
    • Angelegenheiten im Zusammenhang mit der deutschen Staatsangehörigkeit,
    • sowie weitere Ereignisreihen, die für die Gesamtdarstellung der Geschichte von Bedeutung sind.

Die Kategorie wird fortlaufend um weitere Zeitleisten und zusammenfassende Beiträge ergänzt.

Einen Überblick über den gesamten Hintergrund der Ereignisse sowie über die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Themen bietet der zusammenfassende Beitrag: Mein Leben in einer Zeitleiste – von einem Scheidungsverfahren zu einem internationalen Problem.